Sony A7 III

Da war er wieder, der kleine Teufel auf der Schulter, der flüstert: „Du brauchst die neue Kamera, ohne die Kamera kannst du nicht leben, geschweige denn Fotos machen.“

So ähnlich geht es vielen Fotografen mehrmals im Jahr. Man sieht neues Equipment und will es haben. Zum Glück fand ich 2016 mit der D750 meine perfekte Kamera. Ich war glücklich mit den Ergebnissen, die Dynamik ein Traum, in Kombination mit dem Sigma 135mm 1.8 Art eine Top Bildqualität. Natürlich eine nicht wirklich kleine Kombination wie man in meinem Bericht PEN F vs. D750 sieht.

Immer wieder lese ich gerne Berichte über neue Kameras und Errungenschaften in der Fototechnik. Hier kommt man an Sony eigentlich nicht vorbei. Die Sony A9 und A7RIII, wirkliche Meilensteine bei den Systemkameras, nur leicht über meinem Budget und auch Anforderungen.

„Leider“ brachte Sony die A7III dieses Jahr auf den Markt und der kleine Teufel begann seine Arbeit. Trotzdem blieb ich standhaft und machte mit meinem vorhandenen Equipment tolle Fotos und Serien. Ich war mit der D750 in Triest und der PEN F in Salzburg. Überall lieferten die beiden Kameras eine tolle Qualität.

Erwischt hat es mich erst bei einer Hausmesse im örtlichen Einkaufszentrum. Da war dieser Sony Stand, der doch wirklich die A7III zum Ausprobieren hatte. Gleich beim ersten Anfassen, war ich verliebt in die Kamera. Die Ergonomie der A7II war mir damals ein Graus, die A7 III liegt perfekt in der Hand.

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Zufälligerweise 😛 hatte ich meine eigene Speicherkarte mit und konnte mit dem 55mm 1.8, das wirklich klein und leicht ist, erste Ergebnisse nach Hause bringen. Kleine Anekdote am Rande zum Thema Adapter. Neben Sony war der Stand von Tamron mit den EF Canon Versionen ihrer Objektive. Der Sony Verkäufer hatte den Sigma MC-11 Adapter zur Hand und schwups war das aktuelle Tamron 70-200 2.8 an die A7III adaptiert und ich konnte mit der Sony Kamera wirklich gut fokussieren.

Echt schräg, Canon Version eines Tamron Objektivs per Sigma Adapter an einer Sony Kamera. Der Satz alleine lässt mich im Kopf wirr werden.

Lange Rede kurzer Sinn, nach ein paar Tagen und zig Videos zum Thema Sony Eye AF war mein Nikon Equipment zum Verkauf bereit.

An dieser Stelle kann ich es verstehen, warum manchen den Kopf schütteln 🙂

  • Man wechselt doch nicht wegen einer Kamera die ein paar Features hat? – wirklich nur ein paar?
  • Die Objektive sind doch viel wichtiger! – stimmt aber gute Objektive sollte man für jede Vollformat Kamera kaufen!
  • Der Profi Support von Nikon ist viel besser! – den ich nicht wirklich genutzt habe
  • diese Systemkamera halten doch nie so viel aus wie eine richtige DSLR – was zu beweisen sein wird
  • ….. usw.

Das mag zum Teil stimmen, ein guter Fotograf kann wahrscheinlich auch mit einem Iphone tolle Portraits machen, ob der Spaß dabei der gleiche ist kann ich schwer beurteilen.

Was sind nun meine Gründe warum ich wirklich wieder gewechselt habe?

  • Der EYE AF ist das Killerfeature, dass mich wirklich umhaut. Das Ding trifft das Auge selbst bei Offenblende. Teilweise verfolgt er sogar das nähere Auge durch die Haare des Models. Hier hatte ich speziell mit dem Sigma oft Probleme an der D750. Man kann sich auf den Bildausschnitt konzentrieren ohne verschwenken oder andere Methoden. Ich mache viel mehr Bilder die vom Beschnitt bereits direkt aus der Kamera passen.

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A7III freihand fokussiert mittels Eye AF auf das Handy und das Display mit der Rx100 abfotografiert. Viel Bewegung im Spiel.

  • Kein justieren der Objektive mehr. Da die Sony direkt mit dem Sensor, ohne AF Modul fokussiert fällt das weg. Was an der Nikon eine 3h Session mit einem externen Tool war und immer wieder zu Ausschuss geführt hat, funktioniert hier einfach
  • Ständiger Live View, im Live View perfekten AF. Keine Ahnung warum, aber seitdem ich die Sony habe fotografiere ich oft über das Display um so mit dem Model kommunizieren zu können. Echt schrägt, ich hatte es an der Nikon nicht direkt vermisst, jetzt liebe ich es.
  • Lautloser elektronischer Verschluss. Diesen nutze ich zwar nicht bei den geplanten Shootings, aber für meine Kids immer wieder gerne.
  • Die kleinen leichten wirklich guten Objektive. Okay selber schuld wenn man sich an eine D750 ein Sigma 135mm 1.8 ART dran hängt. Nur gibt es bei Nikon z.B. kein Pendant zum 55mm 1.8 in der Größe und dieser Qualität.
  • Capture One in der Sony Version kostet nur 99 Euro. Klingt vielleicht blöd, aber ob eine Software die ich gerne nutze 350 Euro oder 99 Euro kostet ist nicht unerheblich. Bei Upgrades ist auch immer die Sony Version etwas günstiger.
  • Sony Videofunktionen! Ich schnuppere gerade etwas in die Videografie hinein und Nikon ist hier einfach nicht auf Höhe der Zeit. 4K, Slow Motion, Slog etc. pp. Genial bei Sony einfach mal schnell ein Zeitlupenvideo zu machen.
  • Fokus Peaking bei manueller Fokussierung

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Peaking in weiß Stufe Mittel

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  • Alte Objektive adaptieren: für 30 Euro habe ich mir bereits ein 58mm 2.0 Helios gekauft. Es macht einfach Spaß mit der alten Linse Fotos zu machen.

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  • Per Touch den Fokuspunkt verschieben. Brauche ich mit dem Eye AF nicht ganz so oft ist aber trotzdem praktisch

Zur A7III habe ich mir die Festbrennweiten 28mm 2.0, 55mm 1.8 und 85mm 1.8 gekauft. Warum nicht wieder 135mm 1.8? Gerade in letzter Zeit mache ich viele Halbkörper und Close Up Portraits und bin lieber näher am Model um besser kommunizieren zu können. Mit dem 135mm 1.8 war ich oft sehr weit weg. Die Bildqualität ist über jeden Zweifel erhaben, was man aber mit dementsprechend Gewicht auch trägt.

Somit bin ich sehr glücklich mit meinen 3 kleinen Festbrennweiten. Gerade das 55mm 1.8 ist eine der besten Linsen die ich jemals hatte. Das Helios 58mm 2.0 ist meine Spaßlinse, aber manuell fokussieren auch immer eine Challenge.

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Bei all dem Lob muss es doch auch negative Punkte geben, das wäre doch zu perfekt 🙂 In der Tat habe ich ein paar wirklich kleine Punkte die man verbessern könnte:

  • Ein paar Menüpunkte sind einfach total unverständlich bezeichnet. Die A7III ist die erste Kamera seit Langem bei der ich wirklich die Anleitung ausführlich benutzt habe
  • Es gibt so viele schöne Buttons die man selber belegen kann C1 – C4. Leider vergesse ich oft für was nochmal z.B. C1 war 🙂 Hier würde ich mir wünschen trotzdem die Taste mit z.B. ISO zu bezeichnen, aber auch konfigurierbar zu machen. Wenn ich die Nikon eines Freundes in die Hand nehme, kann ich die Kamera im Normalfall bedienen. Bei Sony weiß man nie was man bekommt 🙂

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  • Es gibt zwar eine Touch Funktion für das AF Feld, aber keine für das Menü. Ich ertappe mich wirklich oft, dass ich auf das Display drücke wie man es vom Handy gewöhnt ist.

Ansonsten lasse ich jetzt mal ein paar Bilder sprechen und freue mich schon auf das nächste Shooting mit der Sony.

Ps.: Ich lese gerade die ersten Beiträge zur kommenden Nikon Spiegellosen Kamera…..ganz ohne Wechselgedanken 😛

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